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Konfirmation in der Christuskirche in Gerthe. Foto: Lena Behling

Wenn im Frühling auffällig gut gekleidete und frisierte Jugendliche aufgeregt die Häuser verlassen, ist es wieder soweit: Es ist Konfirmationszeit.

Auch in den 16 evangelischen Kirchengemeinden in Bochum gehen in diesen Wochen wieder rund 700 Jungen und Mädchen zur Konfirmation. Sie bestätigen und bekräftigen damit die Entscheidung für den christlichen Glauben, die in vielen Fällen zunächst ihre Eltern für sie durch die Taufe im Kindesalter getroffen haben.

Die Bochumer Konfirmandinnen und Konfirmanden gehören zu den rund 35.000 evangelischen Jugendlichen in NRW, die in diesem Jahr an der Konfirmation teilnehmen und damit zu vollwertigen Mitgliedern ihrer Kirchengemeinde werden.

In Bochum fanden bereits an diesem Wochenende erste feierliche Konfirmations- gottesdienste u.a. in Gerthe, Langendreer, Linden und Stiepel statt.

Hintergrund:

Konfirmation kommt vom lateinischen confirmare und bedeutet: bekräftigen, bestärken. Die Konfirmation wird häufig mit der katholischen Firmung verglichen. Die wurde jedoch von den Reformatoren im 16. Jahrhundert als Sakrament abgelehnt. Die Taufe bedürfe keiner Ergänzung, sagte etwa Martin Luther.

So entstand in den Anfangsjahren der Reformation aus unterschiedlichen Motiven mit der Konfirmation eine eigene protestantische Feier, bei der Jugendliche außerdem zum ersten Mal am Abendmahl teilnahmen. Sie war zugleich das Ende eines kirchlichen Unterrichts mit Martin Luthers Kleinem Katechismus als Lernstoff.

Auch heute geht der Konfirmation noch eine Vorbereitungszeit voraus. Die evangelische Kirche spricht dabei jedoch eher von Konfirmandenarbeit als von Unterricht. Evangelische Jugendliche nehmen in der Regel im 7. und 8. Schuljahr daran teil und werden im Alter von 14 Jahren konfirmiert. Nach der Konfirmation können die Jugendlichen Pate oder Patin werden.

Natürlich spielen Freizeiten, Fahrten und andere gemeinsamen Aktivitäten mit Gleichaltrigen eine große Rolle in der Konfi-Zeit. Aber nicht nur das: Die Heranwachsenden beschäftigen sich auch mit religiösen Themen.

Eine bundesweite Umfrage zur Konfirmandenarbeit ergab, dass 86 Prozent der Jugendlichen in ihrer Konfi-Zeit mehr über Gott und den christlichen Glauben erfahren haben. 80 Prozent sagten, dass sie darüber ins Nachdenken gekommen sind, was gut oder schlecht für ihr Leben ist.

Dabei tritt in der modernen Konfi-Arbeit das reine Weitergeben von Inhalten durch Auswendiglernen immer mehr in den Hintergrund. Das Erleben und Entdecken von Leben und Glauben in der Gemeinschaft ist ein zentraler Bestandteil geworden.

Wie zum Beispiel beim Konfi-Cup, der deutschlandweiten Fußball-Meisterschaft für Konfis. Hier geht es um faires Spiel, um die Freude am Gewinnen, aber auch um das Verlierenkönnen. So erfahren Jugendliche ihre Kirche als lebendige Gemeinschaft.

22.04.2018
Von: Rolf Stegemann

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 25. April 2018:
Losungstext:
Der HERR hat?s gegeben, der HERR hat?s genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
Hiob 1,21
Lehrtext:
Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
Römer 8,28