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Das Kreuz aus der ehemaligen Kirche in Laer schwebt unter den Fenstern der Lukaskirche. Rechts das historische "Blumenfenster". Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die gute Nachricht: Nach 832 Tagen wird die frisch renovierte Lukaskirche in Altenbochum am kommenden Sonntag (23. April) wieder eröffnet. Eine starke Leistung der Gemeinde und ihrer Unterstützer.

Hinter der Gemeinde liegt eine über zweijährige Kirchenschließung seit Januar 2015 sowie eine knapp 18 Monate lange Reparaturzeit. Diese beschränkte sich nicht allein auf das dringend notwendige Instandsetzen der Dachkonstruktion, inklusive Turm. Auch der Innenraum hatte reichlich Erneuerungsbedarf.

Der Blick in die Kirche zeigt, dass sich die Arbeiten gelohnt haben. Der Sternenhimmel auf dem Innengewölbe glänzt. Die Fenster - allen voran das historische "Blumenfenster" im Altarraum, das als einziges Fenster aus den Anfangsjahren ab 1899 erhalten blieb - strahlen im Sonnenlicht. Die Malerarbeiten sind zwar noch im Gange. Die helleren Farben zusammen mit den roten Ziegeln und den braunen Holztönen der Balustraden und Bänke geben dem Raum eine warme Ausstrahlung.

Allein das neue, an Stahlseilen befestigte Kreuz des Künstlers Hans Heibers aus der abgerissenen Kirche in Laer schwebt noch einsam im Raum, da der Altar fehlt. "Auch hier übernehmen wir - wie vom Presbyterium beschlossen - den Altar von dort als passendes und wertvolles Ensemble", erklärt beim Rundgang Vorsitzender Ulrich Wicking von der Stiftung Lukaskirche, die die Arbeiten federführend mitbetreut. "Der Bereich muss aber noch gefliest werden." Das geschehe in den nächsten Tagen.

Im Innenraum passierte mehr. "Die Unterkonstruktion des Innengewölbes wurde aufwändig repariert und dann von oben gedämmt", berichtet Wicking. Hinzu kamen Löcher in Fensterrahmen, sodass diese mit Messing verstärkt wurden. "In die oberen Fenster auf den Emporen sind jetzt Lüftungsflügel eingebaut, damit die Feuchtigkeit, die sich im Raum durch den Besuch der Menschen sammelt, abziehen kann", so der 66-Jährige weiter. Im Eingangsbereich gibt es ein neues Fenster, das ins Mauerwerk gebrochen wurde, sodass auch dieser heller wirkt. Das Fensterglas soll auf Dauer durch modernes farbiges Glas ersetzt werden.

Weitere Neuerungen sind eine Induktionsschleife für Hörgeschädigte auf einer Bankseite sowie neue Lampen im Raum. "Diese lassen sich vielfältig, je nach Bedarf schalten", erklärt der ehemalige Verwaltungsbeamte. Etwa nur die Sterne im Gewölbe anstrahlen oder den Altarraum. Hinzukommt eine neue Tonanlage mit Mischpult, Boxen und zahlreichen weiteren Anschlüssen. Wicking: "Die Kirche ist damit für Gottesdienste und zukünftige Konzertveranstaltungen gerüstet."

In Arbeit ist auch ein barrierefreier Zugang für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle. "Die Wohnungsbaugesellschaft VBW stiftet dies, damit die Kirche zukünftig ein Begegnungsort für alle Leute im Quartier werden kann", freut sich der Vorsitzende.

Bleibt die Kostenfrage. Diese pendelten sich inzwischen bei etwa 1,1 Millionen Euro ein. "Das sind gerade Mal 100000 Euro mehr als beim Start vor fast zwei Jahren. Das ist hervorragend von unserem Architekten Christoph Harder, denn das ist allein die Preissteigerung", lacht Wicking. Erreicht wurde das durch günstigere Auftragsvergaben, obwohl an anderen Stellen - etwa beim Gewölbe - viel mehr Kosten als geplant entstanden.

Die Stiftung finanzierte bisher 165000 Euro, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz trug 150000 Euro bei. Einen Teil der weiteren Kosten deckt die Gemeinde durch Verkäufe bei Gebäuden und Grundstücken sowie durch Erbpacht. Der Kirchenkreis Bochum übernahm durch einen Kredit an die Gemeinde zunächst die Baukosten.

"Wir werden für die Lukaskirche noch auf Jahre hinaus Spenden sammeln müssen", betont Wicking. "Aber wir haben jetzt eine runderneuerte Kirche, an der fast alles instand gesetzt ist." Er hofft, dass die Freude an der "neuen" Kirche, die Spendenfreudigkeit weiter ankurbelt.

Stiftungskonto: Stiftung Lukaskirche KD-Bank Dortmund Swift-Code BIC: GENODED1DKD IBAN: DE47 3506 0190 2006 5330 11 Stichwort “ Dachsanierung“.

19.04.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 28. April 2017:
Losungstext:
Gelobt sei Gott, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut haben.
Daniel 3,28
Lehrtext:
Und siehe, der Engel des Herrn kam herein und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen.
Apostelgeschichte 12,7