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Aktiv bei der "Offenen Kirche" in Stiepel (v.l.): Ernst Köpke, Hildegard Henke, Roland Engels, Hans-Peter Neumann, Klaus-Dieter Bachmann und Alfred Sommer. Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

"Das schönste an meinem Dienst sind immer wieder die Gespräche mit den Besuchern", erzählt Hildegard Henke, die in der Dorfkirche Stiepel bei der "Offenen Kirche" mitwirkt. Das langjährige Gemeindemitglied arbeitet seit den Anfängen der "Offenen Kirche" am 29. Mai 2007 mit.

„Als ich damals gefragt wurde, war ich sofort dabei, denn ich war immer schon an der Kirche und der Gemeinde interessiert", erinnert sich Henke. Kein Wunder! Sie verbindet selbst viel mit dem "Kulturdenkmal an der Ruhr": die eigene Trauung, Taufe und Konfirmation der Kinder und die Taufe des Enkelkindes.

"Wir begehen damit in diesen Tagen unseren 10. Geburtstag", schmunzelt Hans-Peter Neumann, der ebenso wie Henke von Beginn an dabei ist. Inzwischen ist er mit Roland Engels Ansprechpartner und Organisator des aktuell 46-köpfigen Präsenzteams. Der ehemalige Religionslehrer legt Fakten nach. "Was der inzwischen leider verstorbene Initiator, Herr Peter Schemmann, damals zunächst als Probelauf für das 1000-jährige Jubiläum im Jahre 2008 deklarierte, erwies sich als so erfolgreich, dass der Dienst fortgesetzt wurde", erklärt er. Der ehrenamtliche Einsatz mit je vier Stunden Öffnungszeit an sechs Wochentagen wurde somit zur Dauereinrichtung. Neumann: "Ein Ende ist auch heute nicht abzusehen."

Das belegen die Zahlen, die allerdings nach dem großen Auftritt im Jubiläumsjahr - 14000 Besucher in 2008 - deutlich zurückgingen. "Pro Jahr zählten wir zuletzt gut 8500 Einzelbesucher. Hinzukommen Busreisende", so der 74-Jährige. Einen Lieblingstag für die Gäste gibt es nicht. Neumann: "Eher kann man es umgekehrt sagen: samstags ist wegen der vielen Trauungen eher unbeliebt."

Was bewegt, ehrenamtlich an der "Offenen Kirche" mitzuwirken? "Im Urlaub ärgerte ich mich immer wieder, wenn Kirchen geschlossen waren, da diese die Kultur der Region abbilden", erklärt Engels dazu. Als der ehemalige Maschinenbauer und Mitarbeiter des Deutschen Gewerkschaftsbundes kurz vor dem 1000-jährigen Jubiläum in 2008 nach Stiepel zog, war für ihn klar, dieses Kleinod muss offen bleiben. "Für mich ist das eine der spannendsten Aufgaben hier in Bochum, Menschen einen Ruheort zu geben oder auch Fragen zur Geschichte zu beantworten", fügt der 67-Jährige hinzu.

Alfred Sommer, der zum Ruhestand wieder nach Stiepel zog, fasziniert vor allem die Kirchengeschichte. "In diesem Kirchraum aus der Romanik und Frühgotik kann man den Wechsel vom Katholizismus zum Evangelischen hautnah erleben", betont er und verweist auf das Weihwasserbecken und die Fresken an den Wänden. Seit drei Jahren macht er begeistert mit.

Auch Ernst Köpke findet die Kirche toll. Sein Forschungsinteresse gilt den aufgemalten Wandteppichen. Noch mehr begeistern den 84-Jährigen die unterschiedlichen Besucher. "Leute aus verschiedenen europäischen Ländern, aus Japan, Amerika, Thailand und sogar aus Neuseeland waren schon hier", erzählt er. "Becoming friends" (engl. Freunde werden) ist deshalb seine Devise für Kirchenführungen. Sein Fazit: "Ich möchte das noch so lange wie möglich machen!"

Engels und Neumann wollen den Erfolg der "Offenen Kirche" weiterhin fortsetzen. "Wegen der besucherfreundlichen Öffnungszeiten wurde das Amt bisher von Ruheständlern wahrgenommen. Gesundheitliche Ausfälle bleiben da nicht aus", so die beiden. Sie suchen deshalb Verstärkung. Neumann: "Jeder der zwei Stunden pro Woche opfern kann und Lust hat, in einem interessanten Kreis mitzuarbeiten sowie Interesse an der Stiepeler Dorfkirche hat, möge sich melden."

Kontakt: Hans-Peter Neumann, 0234-702369 oder hans-peter_neumann(at)web.de. Roland Engels, 0234-799228 oder rolandengels49(at)gmail.com.

 

 

 

 

27.05.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7