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Bochums Kirchenmusikdirektor Arno Hartmann, künstlerischer Leiter der Bochumer Orgeltage, eröffnete das Festival traditionell mit einem Konzert in der Propsteikirche. Foto: Tomasz Griessgraber

Zu Ostern hatte das Warten endlich ein Ende: Traditionell am Ostermontag eröffnete auch in diesem Jahr Bochums Stadtkantor und künstlerischer Leiter, Arno Hartmann, mit einem Konzert an der Breil-Orgel in der Propsteikirche die diesjährigen Bochumer Orgeltage.

Genau genommen startete das Festival aber schon am Tag zuvor. Am 1. April fand ein außergewöhnliches Konzert in der Christuskirche Bochum statt.  Hier gestaltete die Evangelische Stadtkantorei Bochum, zusammen mit dem Barockorchester Compagnia di Punto, das auf  historischen Instrumenten spielte, sowie ausgezeichneten Solisten unter der Leitung von Arno Hartmann (Orgel) ein festliches Konzert. In der gut besuchten Innenstadtkirche wurde mit Johann Sebastian Bachs Osteroratorium ein selten dargebotenes Werk gespielt.

Viel Aufregung gab es, bevor die Musik dann endlich erklingen konnte. Vier Solostimmen gehören zu diesem Konzert, die Altistin jedoch fiel noch am Morgen erkrankt aus. Was nun? Anstrengende Stunden folgten, bis ein Countertenor aus Holland eingeflogen werden konnte, der den Part von Lidia Vinyes-Curtis übernahm.
Und schließlich wurde es doch noch eine hervorragende Aufführung, bei der insbesondere Klaus Mertens mit seiner Bassstimme das zahlreiche Publikum beeindruckte.

Kurzes Durchschnaufen, dann ging es für den Kirchenmusikdirektor Hartmann gleich weiter. Auch das offizielle Eröffnungskonzert in der Propsteikirche war gut besucht. Für eingefleischte Orgelfans ist dieses Datum schon ein Muss.

Auch hier stand Johann Sebastian Bach im Mittelpunkt des Konzerts. Beim Praeludium und Fuge Es-Dur ließ Hartmann die Orgel festlich erklingen.

Auf  Bach folgte zeitgenössische Musik des lettischen Komponisten Peteris Vasks. Der heute als freischaffender Komponist in Riga lebende Vasks zählt zu den bekanntesten Komponisten aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Hartmann spielte das 1991 komponierte Te Deum per organo.

Strahlender Schlusspunkt des Konzerts bildete schließlich die Toccata C-Dur des russischen Komponisten Georgi A. Muschel.

Festivalreigen ist eröffnet

Der Reigen des Orgelfestivals ist eröffnet. Bis zum 14. Juli warten viele interessante Konzerte, die Musiker kommen aus Deutschland, Australien, Italien, Österreich, Polen, Russland und Schottland. Neu ist die Kooperation mit Recklinghausen, in der dortigen Propsteikirche St. Peter wird der schottische Organist Michael Harris aus Edinburgh spielen.

Ein Kinderkonzert wie im letzten Jahr wird es diesmal allerdings nicht geben. Es gab terminliche Schwierigkeiten, so Hartmann bedauernd. Außerdem können die Orgeln dreier Stadtkirchen derzeit nicht benutzt werden. Doch für 2019 sei wieder ein Kinderprogramm eingeplant, versichert Bochums Stadtkantor dazu.

Ein Highlight zum Vormerken: Am Sonntag, 24. Juni, wird Hartmann zusammen mit Federica Iannella, italienische Organistin aus Senigallia, beim 1. Orgeltag Westfalen an zwei kleinen Orgeln in der Christuskirche ein besonderes Konzert mit italienischer Orgelmusik gestalten. Orgelbau und Orgelmusik in Deutschland sind von der Unesco kürzlich zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt worden. Darauf will die Evangelische Kirche von Westfalen auch mit diesem Orgeltag hinweisen.

Bis zum 14. Juli werden insgesamt 16 Konzerte im Rahmen der Bochumer Orgeltage und des Orgelsommers erklingen und dabei erneut Festivalbesucher von weither nach Bochum locken.

Das komplette Programm gibt’s hier: www.bochumer-orgeltage.eu

07.04.2018
Von: Frauke Haardt-Radzik

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Montag, 25. Juni 2018:
Losungstext:
Um deines Namens willen verwirf uns nicht! Lass den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden!
Jeremia 14,21
Lehrtext:
Paulus schreibt: Wir beten allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig mache der Berufung und vollende alles Wohlgefallen am Guten und das Werk des Glaubens in Kraft.
2.Thessalonicher 1,11