Direkt zum Inhalt der Webseite springen

Heiraten in 2018: Studentin Katharina Thomalla (r.) sammelte Stimmen und Stimmungen zur Johanneskirche. Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

"Welche Bedeutung hat die Johanneskirche für Sie?" Diese Frage beschäftigte jetzt zahlreiche Erwachsene und Kinder, die den studentischen Ideenmarkt auf dem Vorplatz an der Johanneskirche besuchten.

Für Gemeindemitglied Deborah Reitemeyer war das ganz einfach: "Heiraten in 2018". Seniorin Elfriede Christian, die seit 49 Jahren im Quartier Flüsse-Siedlung rund um die evangelische Johanneskirche lebt, sah die Kirche vor allem als Identität stiftende Landmarke: "Ich sage meinen Freunden immer, wenn ihr den viereckigen Turm seht, seid ihr bald da."

Die Studentinnen Viola Hartmann (Bauingenieurin) und Katharina Thomalla (Geografin) vom Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum sammelten einige weitere Eindrücke zur Johanneskirche. Dabei unterschieden sie zwischen der Einschätzung der aktuellen Wirklichkeit sowie den Wünschen der Besucher zum Gebäude nebst Vorplatz.

So ist die Kirche derzeit u.a. ein Ort der Ruhe und der Freundschaft. Gewürdigt wird auch der Gemeindesaal als größter Raum für Treffen und Aktivitäten im näheren Umfeld. Gleichwohl sind der geringe Besuch der Gottesdienste sowie die geringe Nutzung des Vorplatzes als Treffpunkt ein Stein des Anstoßes.

Kein Wunder, so Thomalla bei ihrer Zusammenfassung der Ergebnisse, dass eine Forderung für die Zukunft heißt: "Der Vorplatz soll attraktiver für Kinder werden." Die Kirche auch zukünftig zu erhalten sowie den Kirchraum durch ein Herausnehmen von Bänken vielfältiger nutzbar zu machen, waren weitere wichtige Wünsche. Letzteres ging einher mit dem Ziel, das Interesse der Nachbarn für die Kirche zu erhöhen.

Die Zukunft der Johanneskirche war nur eins von fünf Themen, das die 16 Studentinnen und Studenten der Geographie sowie der Bauingenieurausbildung beim Ideenmarkt interessierte. "Wir beschäftigen uns im Seminar mit der gesamten Quartiersentwicklung in der Flüsse-Siedlung", betonte Seminarleiterin Anne Rabe, die den Markt mit ihren Studierenden organisierte. Ideen waren deshalb auch gefragt zum "Ehemaligen Schulstandort" (katholische Hauptschule Bochum) sowie zu "Treffpunkten im Quartier", "Besonderheiten in der Siedlung" und "Wasser und Siedlung". Die Ergebnisse fließen nun in die studentischen Arbeiten ein. Eine Ausstellung der Ergebnisse soll voraussichtlich Ende September stattfinden.

Die Idee zum studentischen Projekt entstand in der "Denkerrunde" des Gemeindebezirks Johanneskirche. Diese beschäftigt sich bereits seit 2016 mit der zukünftigen Entwicklung von Kirchengemeinde und Gemeindestandort. Der Blick aufs benachbarte Quartier eröffnete sich durch die Arbeit im Stadtteilladen sowie durch die zahlreichen Neu- und Umbauten von Wohnhäusern in der Siedlung seitens des Hauptwohnungseigentümers VBW.

30.05.2018
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Montag, 25. Juni 2018:
Losungstext:
Um deines Namens willen verwirf uns nicht! Lass den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden!
Jeremia 14,21
Lehrtext:
Paulus schreibt: Wir beten allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig mache der Berufung und vollende alles Wohlgefallen am Guten und das Werk des Glaubens in Kraft.
2.Thessalonicher 1,11