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Einzug in die Kirche bei Schneetreiben: Pfarrerin Leimbach (mit Schirm), Superintendent Hagmann (l.) sowie Pfarrer Sonneborn (2.v.r.) und Pfarrerin Estel.

Superintendnet Hagmann ordiniert Pfarrerin Leimbach in der evangelischen Kirche Werne.

Gruppenbild nach der Ordination. Fotos: F.-W. Herrmann-Kümper

"Schon mit 14 Jahren wusstest Du, dass Du Pfarrerin werden willst. Nun hast Du diesen Weg erfolgreich beschritten", freute sich Superintendent Gerald Hagmann, als er Birgit Leimbach, Pfarrerin im Probedienst in der evangelischen Kirchengemeinde Werne, ordinierte. Rund 400 Gottesdienstbesucher sowie 24 Presbyter, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Familienangehörige und Freunde nahmen an dem feierlichen Gottesdienst in der evangelischen Kirche Werne teil.

Der Weg zur Berufung sei allerdings weit gewesen, räumte Hagmann in seiner Ansprache ein: "Jetzt, 35 Jahre später, nach verschiedenen Umwegen, ist es so weit. Das macht diesen Tag so einmalig, weil Du ihn als ein echtes Geschenk empfindest."

Durch die Ordination werde die 49-jährige Seelsorgerin aber auch ein Geschenk für die Kirche, sagte der Superintendent weiter: "Du hast in Deinem Vikariat und in Deinem Probedienst ein großes organisatorisches Talent gezeigt, Deine Begeisterungsfähigkeit und Deine empathische Zugewandtheit hat alle, die mit Dir zusammengearbeitet haben, immer wieder angesteckt."

Leimbach ging in ihrer Predigt über Ankunft des Volkes Israel im gelobten Land, 40 Jahre nach dem Auszug aus Ägypten (Josua 1,9), ebenfalls auf die Zeit bis zur Berufung ein. "Für einen so langen Weg, bedarf es guter Wegbegleiter und eben solcher Wegzehrung", erklärte sie mit Blick auf den Bibeltext und auf ihre eigene Biografie.

Ebenso wie Josua, dem Gott dieselbe Treue und Zuspruch wie Moses verspricht, habe Sie diese Wegbegleitung erfahren. Leimbach: "Bei mir waren es zudem zwei ehemalige Superintendenten (Fred Sobiech und Peter Scheffler), die mich 2013 zum späten Eintritt ins Vikariat ermutigten, sowie Kolleginnen und Kollegen, Mitglieder meiner Gemeinde sowie Freunde und Nachbarn, die mich dabei begleiteten." Die "Gute Nachricht" sei über die Jahre die Wegzehrung gewesen.

Birgit Leimbach stammt aus Recklinghausen. "Meine Eltern haben mir das Laufen beigebracht, mein Pfarrer Horst Kriegsmann zog mir die theologischen Schuhe an", erklärt sie. Nach dem Abitur studierte sie Theologie n Bochum und Wuppertal.

Im Herbst 1996 war nach dem 1. Theologischen Examen erst einmal Schluss: Die westfälische Landeskirche übernahm damals erst nach dreijähriger Wartezeit angehende Pastoren in den kirchlichen Dienst.

Deshalb nahm Leimbach eine Festanstellung als Montagekauffrau und später als Anleiterin für Techniker bei Siemens an. Nach 13 Jahren wechselte sie für vier Jahre als Quereinsteigerin in den Schuldienst an das Stadtgymnasium in Dortmund. Dort unterrichtete sie Religion, Politik und Wirtschaft.

Die Mutter zweier Söhne verlor jedoch die ganze Zeit ihre Kirche nicht aus dem Blick. Ab 2006 absolvierte sie eine Ausbildung als Laienpredigerin. 2007 wurde sie Presbyterin in der evangelischen Kirchengemeinde Altenbochum-Laer. In Laer war sie schon seit 1994 zu Hause, dort leistete sie ihr Gemeindepraktikum bei Pfarrer Karl Kosel und wirkte in verschiedenen Gemeindegruppen mit.

Im Februar 2014 trat Leimbach ihr Vikariat bei Pfarrer Wilfried Geldmacher in Langendreer an. Die damals 46-Jährige wagte diesen Schritt, weil Ehemann Arndt ihr „den Rücken freihielt“. In Werne arbeitet sie seit Oktober 2016 mit Pfarrerin Gisela Estel zusammen.

Daneben nimmt sie kreiskirchliche Aufgaben war. "Mein größtes Projekt war dieses Jahr zu Pfingsten das Tauffest an der Ruhr mit 27 Täuflingen und über 500 Gottesdienstbesuchern“, erzählt sie. Hinzukam die "Werkstatt Bibel mobil" im Januar in Langendreer sowie das deutschlandweite Ökumenefest, das im September in Bochum stattfand. Dort organisierte und moderierte sie mit Stadtdechant Michael Kemper den Abend im Bermudadreieck. Künftig wird die frisch ordinierte Pfarrerin als evangelische Vertreterin die ökumenischen Gottesdienste für Unbedachte betreuen.

07.12.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 17. Dezember 2017:
Losungstext:
Als die Zeit herbeikam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und diene dem HERRN, deinem Gott.
1.Könige 2,1-2.3
Lehrtext:
Paulus schreibt: Wir lassen nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, dass ihr, des Herrn würdig, ihm ganz zu Gefallen lebt und Frucht bringt in jedem guten Werk.
Kolosser 1,9-10