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Dr. Reinhard Höppner,  Ministerpräsident a. D. des Landes Sachsen-Anhalt (Foto: rechts mit [v .l. n. r] Werner Neveling und Pfarrer Peter Scheffler, die beiden Vorstände der Diakonie Ruhr, Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, Superintendent Fred Sobiech), war Festredner beim Empfang der Diakonie Ruhr zum Buß- und Bettag.

 

In seinem Vortrag vor etwa 150 Zuhörern aus Politik, Wirtschaft und Diakonie fragte er nach dem Zusammenhalt in der Gesellschaft und lotete die Aufgaben von Politik, Bürgerschaft und Kirche aus. „Wer, wenn nicht wir?“ lautete seine Antwort. Die Politik müsse den Rahmen abstecken, damit jeder die Chance habe, ein glückliches Leben zu führen. Aber die Politikverdrossenheit sei Zeichen, dass viele dem Staat diese Aufgabe nicht zutrauten. Außerdem habe der Fokus auf die regulierenden Kräfte der Marktwirtschaft einen Konkurrenzkampf in der Gesellschaft bewirkt, in dem sich viele als Verlierer und abgehängt fühlten. „Da wächst ein Sprengstoff“, sagte Höppner und mahnte einen intensiven Dialog über die Ziele des Zusammenlebens an.

 

„Jede Zeit erfordert neue Antworten“, sagte Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz in ihrem Grußwort. Die Gesellschaft sei angesichts von Wirtschaftskrise, Globalisierung und wachsender Armut mit großen Problemen konfrontiert. Ziel sei, die Zukunft nicht vorauszusehen, sondern zu ermöglichen. Diese Herausforderung nehme Bochum als soziale Stadt mit einem gut funktionierenden Netzwerk sozialer Träger an.



Werner Neveling, Geschäftsführer der Diakonie Ruhr, warf in seinem Beitrag ein kritisches Schlaglicht auf die Entwicklung vor allem in der Krankenpflege. Krankenhäuser seien in ihrer Existenz bedroht. Seit den 90er Jahren gäbe es kein Hilfesystem, das nicht als zu teuer empfunden würde. „Es droht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zwischen Arm und Reich und Betroffenen und derzeit nicht Betroffenen.“

10.12.2008
Von: Susanne Kleist. Foto: Barbara Zabka

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7