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Fred Sobiech (v.l.), Ingo Neserke und Reiner Rimkus.

Die neue Synagoge. Ein Haus der Hoffnung

 

Die Feierlichkeiten zur Einweihung der neuen Synagoge in Bochum sind erst wenige Wochen her. Jetzt steht sie da, neben dem Planetarium, hell und einladend und will mit Leben gefüllt werden. Daran können und sollen sich auch Bürger und Institutionen beteiligen, die jüdisches Leben und jüdische Kultur bei uns wieder lebendig werden lassen wollen.

 

Das Allerheiligste der jüdischen Gemeinde, die Thorarollen, wurden zur Eröffnung feierlich durch die Stadt vom Platz der alten hin zur neuen Synagoge getragen. Jetzt werden sie an der Kopfseite des Gebetsraumes im Thoraschrein aufbewahrt. Gestiftet wurde dieser Schrein von den christlichen Kirchen der Gemeinden Bochum, Herne und Hattingen.

 

Die Superintendenten der drei dazugehörenden evangelischen Kirchenkreise verdeutlichten, warum es ihnen wichtig ist, die jüdische Gemeinde beim Aufbau weiterhin zu unterstützen:  „Wir wollen damit die enge Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinde zum Ausdruck bringen“, erläuterte Superintendent Fred Sobiech, „denn das Christentum ist ohne das Judentum nicht zu denken und nicht zu haben. Es gab eine Zeit, als das alte Gemeindezentrum nicht so einladend war. Jetzt aber kann die jüdische Gemeinde als Gastgeberin in dieses Gotteshaus einladen.“ 

 

Der Vorsitzende des Freundeskreises „Bochumer Synagoge“, Gerd Liedtke, stellte klar, dass für den Verein die Arbeit jetzt erst richtig losgehe. So müsse man nun damit beginnen, sich gegenseitig gründlich kennen zu lernen. So würden kulturelle Veranstaltungen geplant, vielleicht bald ein Literaturclub im Gemeindezentrum ins Leben gerufen. „Für die Jugend soll im Keller eine Disco eingerichtet werden. Dafür wird noch jede Menge Mobiliar benötigt. Und wir hoffen, dass sich bald geeignete Pächter für das Café finden, das durch einen separaten Eingang seitlich an der Synagoge betreten werden kann, mit großer Außenterasse zum Planetarium und Stadtpark hin geöffnet und damit einladend für die verschiedensten Besucher.“

 

Für all diese Räumlichkeiten und Aktivitäten benötigt die Gemeinde Spenden und Stifter, Institutionen wie die Kirchen oder auch Einzelpersonen, die sich der Gemeinde verbunden fühlen. Wie der Autor Hugo Ernst Käufer etwa, der der Synagoge das ewige Licht, das auf dem Thoraschrein steht, gespendet hat. Und folgende Zeilen dazu schrieb: „Auferstanden aus den Trümmern, dem Brandgeruch von gestern, nach den Verletzungen, den Verfolgungen, hierorts, den grausamen Morden in Auschwitz und anderswo – weckt dieses neue Haus Hoffnung auf Einsicht, auf Zukunft.“

25.02.2008
Von: Frauke Haardt-Radzik

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 18. November 2017:
Losungstext:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1
Lehrtext:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Titus 2,14