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Sie ist jung, eine wahre Meisterin ihres Fachs und Französin: Anne-Gaëlle Chanon (Foto) eröffnete die diesjährigen Bochumer Bachtage mit einem großartigen Konzert in der Petri-Kirche. Unter dem Motto „Bach und Frankreich“ werden bis zum vierten Advent die Einflüsse des barocken Komponisten auf die Musik Frankreichs beleuchtet.

Dazu ließ die in Paris lebende Chanon bei ihrem ersten Konzert in Deutschland Musik französischer Zeitgenossen Bachs erklingen. An den Anfang setzte sie das Präludium in Es von Johann Sebastian Bach, gefolgt von dem „Premier livre d´orgue“ von Pierre Dumage.



Den Besuchern führte die 26-jährige die wunderbare Klangfülle der Fischer & Krämer-Orgel der Petrikirche vor. Die in einer Musikerfamilie geborene Künstlerin erhielt bereits im Alter von sechs Jahren Orgelunterricht. Mittlerweile gilt sie als  Spezialistin für die französische Musik des 17. Jahrhunderts. Ihre Forschungsarbeiten widmet sie besonders dem als Vater der französischen Orgelmusik geltenden Komponisten Jehan Titelouze, von dem sie bei ihrem Konzert in Bochum die Hymne „A solis ortus“ erklingen ließ.

Chanon spielte ausdrucksstark und mit viel Spielfreude. Nach Francois Couperin, dem Hofkomponisten von Louis XIV., und Nicolas de Grigny ließ Chanon abschließend den Namensgeber dieser Konzertreihe erklingen. Nach dem gefühlvoll interpretierten „Liebster Jesu, wir sind hier“ setzte sie mit Bachs Fuge in Es einen glanzvollen Schlusspunkt.



Schade nur, dass die vielen Zuhörer die sympathische Französin nicht zu Gesicht bekamen und auch mit dem reichlichen Applaus nicht von der Orgelempore herunter locken konnten. Dieser glänzende Auftakt weckte jedenfalls Neugier auf das, was bis zum 21. Dezember zum Thema „Bach und Frankreich“ noch erklingen wird.

10.12.2008
Von: Frauke Haardt-Radzik. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7