Direkt zum Inhalt der Webseite springen

Ein Dankeschön von Presbyterin Julia Umierski für eine beeindruckende Lesung der Krimischriftstellerin Andrea Maria Schenkel. Foto: Gemeinde

Wie kommt eine mehrfache Bestseller-Autorin und eine der renommiertesten Kriminalschriftstellerinnen der letzten Jahre, eine mit mehreren Auszeichnungen dekorierte Dichterin, wie kommt die in Regensburg lebende Andrea Maria Schenkel nach Harpen?

Diese Frage mögen viele der über 60 Besucher im Hinterkopf gehabt haben, als sie jetzt an einem Sonntagnachmittag in die St. Vinzentius-Kirche kamen, um die Lesung aus dem neuesten Roman dieser bekannten Frau zu erleben. Es wurde völlig unspektakulär aufgeklärt. Die junge Harpener Gemeinde-Presbyterin Julia Umierski und deren Familie haben seit einigen Jahren durch mehrere Begegnungen im In-und Ausland einen persönlichen Kontakt zu dieser prominenten Frau bekommen, die nun ihrerseits einen Gegenbesuch in Harpen machte. Ein Highlight für Kenner und Interessierte!

Für diese ist der Name Andrea Maria Schenkel seit über zehn Jahren durch die mehrfach prämierten Krimis „Tannöd“ und „Kalteis“ ein Begriff, nicht nur lesend -  vielmehr auch durch die eindrucksvolle Verfilmung.

Schon in ihren ersten Krimis „Tannöd“ und „Kalteis“ brilliert Andrea Maria Schenkel durch subtile und sensible Beschreibungen von Menschen – nicht nur durch das Nachmalen der äußeren Merkmale von unterschiedlichen Menschentypen, sondern auch durch die feinfühlige und exakte Beschreibung von verschiedenen Charakteren, manchmal eigentlich normal, aber auch völlig abgedreht, unsympathisch und krank. Immer malt die Dichterin die Schilderung der beteiligten Personen erlebnisreich, farbig und spannend. Schenkel ist dabei eine genaue Beobachterin, eine hervorragende Beschreiberin von Begebenheiten, eine Analytikerin von Situationen und der Psyche, aber auch Malerin von Orten, Landschaften, der Natur und den unterschiedlichen Tagesstimmungen.

Nun sitzt sie auf einem Stuhl im Altarraum der Vinzentius-Kirche und liest aus ihrem jüngsten Buch „Als die Liebe endlich war“ - ruhig und betonend, schlicht und zurückhaltend, aber mit großer Ausstrahlung und spürbarem sympathischen Flair. Sie liest Abschnitte aus einer langen Lebensgeschichte von deutsch-jüdischen Emigranten der 1930er Jahre. Die Familie mit jüdischem Hintergrund – Mutter Gretel mit ihren beiden Kindern - flieht per Schiff nach Shanghai, später nach Amerika. Wie in den ersten Krimis hat Schenkel wieder Bilder und Stimmungen eindrücklich nachgemalt, dargelegt, auch hinterfragt. Man sieht die Akteure, spürt ihre Probleme, Ängste und auch Freuden. Es wird eine lange holprige Wegstrecke aufgezeigt, die schwere Zeit vor und nach dem 2. Weltkrieg dargestellt, Schicksale von Menschen vorgestellt, Fragen nach Herkunft und Heimat werden aktuell.

Im Anschluss an die Lesung gab die sympathische und bescheidene Schriftstellerin im neuen Gemeindezentrum bei Kaffee und Kuchen bereitwillig Auskünfte über ihre Arbeiten an und mit den Büchern und signierte die verschiedenen Ausgaben.

10.07.2017
Von: Gemeinde

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 22. November 2017:
Losungstext:
Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie ewiglich!
Psalm 28,9
Lehrtext:
Jesus spricht: Ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.
Johannes 10,16