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Die Ev. Kindertagesstätte "Rasselbande" bekommt neue Gruppenräume.

Pfarrer Jörg-Martin Höner begleitet die Gemeindemitglieder beim Abschied vom Gemeindezentrum.

Die Kirche des Markuszentrums der Evangelischen Ortsgemeinde Langendreer wurde bereits im Mai 2005 entwidmet, 2011wich sie dann dem Neubau für eine Wohngruppe der Evangelischen Stiftung Overdyck. Das verbliebene Gemeindehaus erhält nun eine neue Nutzung. Für die benachbarte Kindertagesstätte "Rasselbande" entsteht dort in Absprache mit der Stadt Bochum eine neue Gruppe für Kinder ab drei Jahren. Ende August nahm die Gemeinde mit einem Gottesdienst Abschied vom Markuszentrum.

Pfarrer Jörg-Martin Höner hielt den Gottesdienst, die Gemeindegruppen im Bezirk gestalten ihn mit. "Auch für mich ist das ein schwerer Abschied, denn ich merke, wie sehr ich selbst hier verwurzelt bin", erklärt Höner, der seit 1994 Seelsorger in der damals noch selbständigen Gemeinde ist.

Gleichwohl ist ihm wichtig, seine Gemeindemitglieder mit dem Gottesdienst beim Abschied zu begleiten. "Wir vom Presbyterium wollen allen eine neue Heimat geben und mit ihnen in die Zukunft aufbrechen", betont er. Das heißt: Die bisherigen Gruppenangebote sollen in den Gemeindezentren an der Alten Bahnhofstraße sowie an der Michaelkirche fortgeführt werden.

Das Gemeindehaus an der Alten Bahnhofstraße hat da den Vortritt. "In den letzten Wochen bin ich mit verschiedenen Leuten aus den Gruppen dort gewesen und habe die Räumlichkeiten gezeigt", erklärt Höner. "Die Everstaler Musikanten haben sich entschieden. Sie werden zukünftig dort proben", freut sich der 55-Jährige und hofft, dass weitere mitziehen.

"Unser Männerdienst wird nicht umziehen", erklärt dagegen Hans-Jürgen Ranft. Seit 1988 war er Presbyter, zuletzt sechs Jahre lang Baukirchmeister in der "Großgemeinde". "Das Haus war unsere Heimat. Wir haben da die Gemeinschaft geliebt", so der 75-Jährige weiter. Nun will Ranft kürzer treten und seine Männer nur noch privat treffen.

Zum Umbau des Markuszentrums für den Kindergarten erklärt Presbyter Volker Nötzel, Mitglied im gemeindlichen Immobilienausschuss: "Wichtig war uns im Presbyterium zunächst, den Abschiedsgottesdienst festzulegen, da eine Umnutzung sehr schnell gehen kann." Er verweist dazu auf das Gemeindehaus Wittenbergstraße, das nun die Interkulturelle Kinder- und Jugendhilfe "PLAN B Ruhr" kurzfristig zum größeren Teil angemietet hat.

"Wann der Startpunkt für den Umbau der Räume sein wird, entzieht sich derzeit meiner Kenntnis, da wir wegen der Sommerferien nicht getagt haben", so Nötzel weiter. Er hoffe, dass es hierzu eine Präzisierung bei der nächsten Presbyteriumssitzung im September gebe.

Bleibt der Rückblick. "Nach meiner Wahl zum neuen Gemeindepfarrer war ich beim Gemeindefest", erinnert sich Höner. „Da war alles rappelvoll und voller Leben.“ Das änderte sich zu seinem Bedauern in den folgenden Jahrzehnten, vor allem auch weil es immer weniger Gemeindemitglieder im Stadtteil gibt. Höner: "Von etwa 2200 in 1995 gingen sie auf heute 1300 Menschen zurück."

Blick in die Geschichte

1932 errichtete ein Freiwilliger Arbeitsdienst in der früheren Evangelischen Kirchengemeinde Langendreer-Dorf auf der Wilhelmshöhe eine Baracke als provisorischen Versammlungsort. 1961 folgte die Einrichtung einer Pfarrstelle seitens der Muttergemeinde.
Ab 1965 errichtete Architekt Kurt Peter Kremer das Markuszentrum an der Everstalstraße 25. Dazu gehörte zunächst eine Kirche. Die Gemeinderäume und der Kindergarten folgten 1973.
Die Gemeinde wurde am 1. Januar 1964 selbständig. Am 1. Januar 2002 ging sie in der Evangelischen Gemeinde Langendreer auf.

03.09.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7