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Etwa 200 Haupt- und vor allem Ehrenamtliche, Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen und muslimischen Gemeinden und zahlreiche Politikerinnen und Politiker folgten der inzwischen achten Einladung der christlichen Kirchen ins Bergbaumuseum.

Nach der festlichen Einstimmung durch den Bläserkreis Bochum begrüßte Superintendent Fred Sobiech die Anwesenden mit der Jahreslosung 2009: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“. Gerade in den schwierigen Zeiten der Veränderungen sei dies eine Aufforderung zum Perspektiv- und Logikwechsel, hin zum Glauben, als eine Einsicht mit Aussicht. Von der Festrede der Generalsekretärin des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT), Dr. Ellen Ueberschär zum biblischen Kirchentagsmotto „Mensch, wo bist Du?“ (Gen 3,9) erhoffe er Impulse für Kirche und Gesellschaft.

Die 42- jährige warf einen Blick zurück auf die Anfänge und die sehr bewegte 60-jährige Geschichte dieses Laientreffens, das immer wieder hochkritische Fragen aus Kirche und Gesellschaft, aus Innen- und Außenpolitik aufgenommen habe und zu beantworten suchte. Einen Glauben ohne politisches Engagement könne es nicht geben. Ohne Bewusstsein für die eigene Verantwortung gebe es keinen Grund, die Kirchenmauer oder die eigene Stube zu verlassen: „Wer fromm ist, muss politisch sein! Beides zusammenzuhalten ist das Wagnis des Glaubens“, sagte Ueberschär. Die Selbstverständlichkeit eines friedenspolitischen Engagements, die für ganze Generationen seit den Kirchentagen der 80er Jahre prägend war, drohe zu versiegen.

„Wir brauchen eine neue Alphabetisierung des Glaubens“, forderte Ueberschär, „deshalb reden wir in Bremen auf dem Kirchentag über frühkindliche, über religiöse Bildung, denken über das Verhältnis von Spiritualität und Macht nach und überlegen, wie Christsein in einer religiös pluralen Gesellschaft Profil behalten und gewinnen kann.“

„Ein wahres Feuerwerk“, kommentierte Stadtdechant Hermann-Josef Bittern anerkennend unter langem Beifall die Rede Ueberschärs und lud zur persönlichen Begegnung in den Räumen des Bergbaumuseums ein. Einen schmissigen Schlussstrich unter den offiziellen Teil des Neujahrstreffens setzte der Bläserkreis Bochum unter der temperamentvollen Leitung des ehemaligen Landesposaunenwarts Karl Heinz Saretzki mit dem Titel „Oh happy day“.

04.02.2009
Von: Frauke Haardt-Radzik. Foto: Gert Hofmann

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 18. November 2017:
Losungstext:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1
Lehrtext:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Titus 2,14